Freiheit

Der Wandel des Lebens – ein Wort in drei Facetten

Der Blick in die Vergangenheit
Da ist eine Last, die drückt; die nach Veränderung ruft.
Da ist etwas passiert, sodass plötzlich etwas fehlt, was dir lieb war.
Befreiung. Loslassen.

Und dann?

Der Blick in die Zukunft
Was kommt da?
Ist es eine Leere, eine Freifläche, weil das Gewohnte nicht mehr da ist – eine Unsicherheit?
Oder ist es ein Bild im Kopf, eine Gestaltungsfläche, weil da schon etwas Neues wartet – eine Vorfreude?

Frei sein für einen neuen Abschnitt.
Sich wieder neu finden, vielleicht sogar neu erfinden.
Und dann spürst du: Das ist der Moment!

Freiheit
Ganz in der Gegenwart, ganz bei dir. Du hast deine Bestimmung gefunden: ein intensiver Moment der Fülle des Lebens. Dein Blick, deine Gedanken ganz in der Gegenwart, im Hier und Jetzt.

Was spürst du?
Erfüllung, Weite, Wärme im Herzen, ein Lächeln im Gesicht.
Genau so soll es sein. Das ist es, was du willst.
Genießen. Freiheit.

So könnte es ewig weitergehen.
Doch du weiß: Irgendwann wird der Wandel wieder eintreten.
Deshalb ist es wichtig, dieses Gefühl der Freiheit immer im Herzen zu speichern. Um die Zeiten von Loslassen und Leere zu überbrücken, bis es wieder soweit ist. Bis ein neuer Moment der Vollkommenheit da ist, in dem du ganz du selbst bist, das Leben feierst und einfach spürst:

Das ist Freiheit!

Daniel Griese, 2020
Daniel verfasste dieses Gedicht als Morgenimpuls für die franziskanische Wanderung 2020. „Freiheit“ ist ein Begriff, den er bei dieser Pilgerwanderung nochmal ganz neu erlebte.