Franziskanische Wanderung 2015: Olpe - Kloster Marienstatt

Die solidarische Karawane im Wandermodus!

Es war noch kühl an jenem Mittwochmorgen. Noch konnten wir nicht glauben, dass wir uns danach nur wenige Stunden später sehnen würden. Nach und nach trafen die Teilnehmer und endlich mal wieder Teilnehmerinnen der franziskanischen Wanderung 2015 am Olper Bahnhof ein.

Zu neun Pilgerinnen und Pilgern mit einem Hund machten wir uns auf den Weg zum Kloster Marienstatt im Westerwald. Eine „soziale Karawane“ sind wir also: Beim Startimpuls wurde uns dieses Zitat von Papst Franziskus mit auf den Weg gegeben. Und in der Tat, das trifft es doch ganz gut: Drei Tage lebten wir von dem Geld aus einer Gemeinschaftskasse, warteten aufeinander, wenn jemand zurückfiel, verteilten Gepäck um oder stellten den Rucksack besser ein. Und immer die ganze Gruppe im Blick hatte Cora. Die Hündin passte die ganze Zeit auf, dass uns niemand verloren ging.

 

Am ersten Abend  kamen wir in einem alternativen Café in Heid (Gemeinde Wenden) unter. Die Quartiersuche dauerte lange, war aber erfolgreich. Das war auch nötig, denn am Donnerstag wartete mit 24 Kilometern unsere längste Etappe.

 

Um pünktlich anzukommen, mussten wir endlich mal den „Wandermodus“ einlegen. Und es war nicht gerade kalt, dafür aber sehr hügelig: War man gerade froh über die Bergankunft, ging es schon wieder bergab – was auf Dauer nicht leichter zu bewältigen ist. Zielort am späten Nachmittag: Kirchen bei Betzdorf. Hier sind wir von einem äußerst engagierten Pfarrer empfangen worden: Im Übernachtungspaket war neben freiem Zugang zum Pfarrheim eine Kirchenführung und ein privates Orgelkonzert erster Klasse inklusive.

 

Die folgende Freitags-Etappe erweiterten wir um einen Abstecher zum Druidenstein, was einigen hinterher doch noch zu schaffen machte. Denn zum Auf und Ab kamen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Das war jedoch schnell vergessen. Denn am Abend staunten wir nicht schlecht, als uns der Pfarrer der Gemeinde Gebhardshain anbot: „Würden Sie auch in Betten schlafen?“ In mittlerweile 16 Jahren franziskanischer Wanderungen war das noch nicht vorgekommen: Wir waren eingeladen, auf Kosten der Kirchengemeinde im Hotel zu übernachten! Samt Abendessen und Frühstück!

 

Unser restliches Geld, das noch für einen Pizzariabesuch ausgereicht hätte, übergaben wir am Samstag dem Pfarrer, bevor wir die letzten Kilometer bis Kloster Marienstatt  hinter uns brachten.

 

Es war für mich auch im dritten Jahr wieder eine tolle Erfahrung, in diesem Jahr besonders geprägt durch die hohen Temperaturen und die vergleichsweise große Gruppe. Doch es hat alles geklappt, gemeinsam haben wir das Ziel erreicht. Und nach einigen Mühen unterwegs konnten wir das Wochenende im Klostergarten und im Biergarten ausklingen lassen.

10.06.2015, Christian Griese

 

Weitere Eindrücke von der Wanderung finden Sie im Monatsbrief 07-08/2015.

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