Friedensweg der Religionen am 16. September 2016

Steine ebnen den Weg des Friedens

Der Friedensweg der Religionen, der einmal jährlich im Herbst in Attendorn stattfindet, stand in diesem Jahr unter dem Thema „Steine“.

Rund 50 Teilnehmer versammelten sich auf dem Marktplatz, um von dort den Weg über fünf Stationen zurückzulegen – die katholische Pfarrkirche, die evangelische Erlöserkirche, den Friedensmahner am Rathaus, die Stolpersteine zum jüdischen Gedenken in der Wasserstraße und die Moschee am Ostwall. Zum Abschluss versammelte man sich zum Imbiss und Gespräch im katholischen Pfarrheim.

Mit dem Thema „Steine“ verdeutlichte der Franziskuskreis als Initiator des Friedensweges, dass Frieden etwas ist, an dem man stets weiterbauen muss. Ein interreligiöser Dialog, der immer auch ein interkultureller Dialog ist, kann bisweilen auch steinig werden. Wenn man jedoch im Gespräch miteinander bleibt und Kontroversen nicht scheut,  können aus Steinen Bausteine des Friedens werden.  So erhielt jeder Teilnehmer am Beginn auf dem Marktplatz einen Stein, der später am Fuße des Friedensmahners am Rathaus, verbunden mit einer persönlichen Bitte, niedergelegt werden konnte.

Dieser Einladung folgten die Teilnehmer in beeindruckender Weise. An der Pfarrkirche wurde die Bedeutung des „Kratzsteins“ durch Gemeindereferent Christoph Schüttler erläutert, vor der evangelischen Erlöserkirche gab Pfarrer Christof Grote Impulse zur Skulptur „Eckstein“ des Attendorner Künstlers Volker Schnüttgen und in der Wasserstraße erläuterte Hartmut Hosenfeld die dort zum Gedenken an jüdische Attendorner verlegten Stolpersteine. In der Moschee wurden durch Herrn Ahmet Özdemir und Frau Aynur Alp Fragen zu den muslimischen Gebethaltungen und die Gebetspraxis der Frauen beantwortet. Der Abschluss im Pfarrheim gestaltete sich wie schon in den Vorjahren mit leckeren Speisen aus aller Welt und lebhaften Gesprächen.

 

Die Teilnehmer kamen zu dem Schluss, dass der interreligiöse und interkulturelle Dialog in Attendorn gerade in der heutigen Zeit wertvoll und bereichernd ist und weiter vertieft werden sollte.

Angela Selter, September 2016

 

Ein weiterer Beitrag unter der Überschrift "Hevenu Shalom Alechem" findet sich auf der Homepage von "Jüdisch in Attendorn".

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