Elkeringhausen 13. bis 15. September 2013

Ich stehe mit verbundenen Augen im Bachbett. Mit fünfzehn anderen habe ich eine Reihe gebildet. Wir halten uns an den Händen und bahnen uns einen Weg entlang des Flusses. Immer wieder bekomme ich Anweisungen, muss mich ducken, vorsichtig weitergehen, einen großen Schritt wagen – aber Vorsicht, nicht ins Wasser treten!

der Hellebach in Elkeringhausen | Franziskuskreis Attendorn Der Hellebach, dessen Tal wir durchlaufen sind. Für die Bilder-Galerie bitte auf das Foto klicken. Foto: tg

Wer bei dieser Szene an einen Abenteuerurlaub denkt, liegt damit auch gar nicht so falsch. Zu unserem zweiten diesjährigen Wochenende haben wir uns in der Bildungsstätte in Elkeringhausen zusammengefunden.
Am Samstag in der Frühe machten wir uns auf den Weg zu einem nahegelegenen Bach. Die Aufgabe von Referent und Erlebnispädagoge André Remmert-Klinken bestand darin, als Gruppe blind und vor allem sicher und möglichst trocken durch das Wasser, über Baumstämme oder große Steine zu gelangen. Drei wechselnde „Sehende" übernahmen die Führung und bauten fürsorglich Brücken aus großen Steinen und lotsten die anderen durch das Gestrüpp. Zweieinhalb Stunden waren fast alle blind unterwegs. Eine sehr spannende Erfahrung. Die gefühlten 20 zurückgelegten Kilometer bewältigten wir auf dem Rückweg zum Picknick zum Erstaunen aller in gerade einmal zehn Minuten.
Gestärkt haben sich anschließend einige gewagt, den schwierigeren, beinahe wasserfallähnlichen Teil des Baches zu erklimmen, dieses Mal nur zu dritt und mittlerweile auch sehend. Wir haben den Bach viel bewusster und aus einer nicht gerade alltagsüblichen Perspektive kennengelernt.
Vor dem Hintergrund dieser Erlebnisse beschäftigten wir uns am Abend und Sonntagmorgen mit dem Thema „Burn-out", das vielen im Beruf aber auch privat begegnen kann. Wie kommt es dazu? Wie merke ich, dass ich mal wieder viel zu gestresst bin? Und natürlich: Wie kann ich mich in Drucksituationen entspannen?
In der Zwischenzeit kamen natürlich auch die Gespräche und das Fußballspielen im Regen nicht zu kurz. Die Abende wurden beim gemeinsamen Fotogucken oder mit Brettspielen etwas länger, vor allem bei den Jugendlichen, die erfreulicherweise beinahe die Hälfte der Gruppe ausmachten.
Dem gemeinsamen Erlebnis konnte auch das meist trübe Herbstwetter keinen Abbruch tun, sodass es alles in allem wieder einmal ein interessantes und abwechslungsreiches Wochenende war.

Christian Griese

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